Am 26. November 2010 fand ein zweites Treffen der Sozialpartner statt, und bei dieser Gelegenheit beendete die ABBL die Gespräche und verließ den Verhandlungstisch. Es wurde eine gemeinsame Pressemitteilung der Gewerkschaft (auf Französisch, 56 Kb PDF) herausgegeben, in der die Gewerkschaften Verhandlungen auf der Grundlage des vorherigen Tarifvertrags forderten und sich weigerten, auf die Rechte zu verzichten, die in früheren Tarifrunden für die Arbeitnehmer erworben wurden. Die ABBL kritisierte in einem am 30. November 2010 auf ihrer Website veröffentlichten Artikel (auf Französisch) die Gewerkschaften dafür, dass sie sich weigerten, die aktuelle Wirtschaftslage zu berücksichtigen, und dass die drastische Senkung der Bankeinnahmen automatische Gehaltserhöhungen im Dienstalter unhaltbar gemacht habe. Die Arbeitgeber forderten von der Gewerkschaft realistischere Vorschläge. Ein weiterer wichtiger Indikator für den Grad der Beschäftigungsregulierung durch Tarifverträge ist der Umfang der Abdeckung von Tarifverträgen. Ein hohes Maß an Abdeckung könnte keine Koordinierungsprobleme aufwerfen, sondern könnte Beschränkungen für die Ermessensspielräume der Führungskräfte auferlegen, die es schwieriger und teurer machen, auf Veränderungen der Marktbedingungen zu reagieren. Abbildung 1 zeigt die Tariferstattung in ausgewählten Entwicklungsländern nach Regionen im Jahr 2007 [5]. In diesem Papier werden beide Seiten der Tarifverhandlungen in den Entwicklungsländern untersucht. Sie konzentriert sich auf die empirischen Erkenntnisse über Trends, Verhandlungsniveaus und die Abdeckung von Vereinbarungen.

Während die Unterschiede zwischen lateinamerikanischen Ländern und Entwicklungsländern in Asien und Afrika diskutiert werden, liegt der Schwerpunkt auf den Lehren aus der Schwächung der branchenweiten Tarifverhandlungen in Argentinien Anfang der 90er Jahre zugunsten von Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene. Das Papier konzentriert sich auf Analysen der wichtigsten Arbeitspraktiken, die in Arbeitsverträgen enthalten sind. Das Verständnis der Auswirkungen dieser Praktiken ist für die Gestaltung staatlicher Politiken und Vorschriften von entscheidender Bedeutung. Am 31. März 2020 wurde ein neuer Tarifvertrag für den Finanzsektor geschlossen, nachdem die beteiligten Parteien das in der vergangenen Woche erzielte Verhandlungsergebnis akzeptiert hatten. Die Verhandlungen waren von Anfang an schwierig und fanden gegen Ende aus der Ferne statt. Als die Corona-Krise Finnland traf, wurde es für alle Parteien wichtig, unverzüglich eine Einigung zu erzielen. Angesichts der ernsten Schwierigkeiten, die die ABBL und die Gewerkschaften hatten, um in dieser Verhandlungsrunde eine Einigung zu erzielen, könnte das langfristige Überleben des sektoralen Tarifvertrags zu Recht in Frage gestellt werden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass solche Spannungen in diesem Sektor nicht neu sind und ein regelmäßiges Merkmal seiner Arbeitsbeziehungen waren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren, vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2023.

Die Tarifverhandlungen vor und nach den Reformen haben sich auf mehr als Lohn- und Beschäftigungsniveaus ein.

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