Zahlt der Arbeitgeber keine Gehälter auf der Grundlage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst, z. B. in der Privatwirtschaft, liegt der Durchschnittsverdienst der Sozialarbeiter zwischen 2.540 und 3.380 Euro. Dieser Bereich ist indikativ – Faktoren wie Industrie, Unternehmensgröße, Berufserfahrung Bundesländer haben einen erheblichen Einfluss auf die tatsächlich erhaltene Bezahlung. So sind die Verdienstaussichten für Sozialarbeiter in Hessen mit durchschnittlich 3.343 Euro am höchsten. Auch Baden-Württemberg (3.190 Euro), Bayern (3.094 Euro) und Hamburg (3.067 Euro) bieten gute Aussichten. Sozialarbeiter in den neuen Bundesländern verdienen am wenigsten Geld: Das monatliche Bruttoeinkommen liegt hier zwischen 2.199 Euro (Mecklenburg-Vorpommern) und 2.322 Euro (Thüringen). Nach der Verfassung muss die Ausübung staatlicher Gewalt als ständige Funktion in der Regel Beamten übertragen werden (siehe Art. 33 Abs. 4 GG). Ihre Rechte und Pflichten sowie ihre Vergütung enden gesetzlich.

Die Vergütung und die sonstigen Arbeitsbedingungen der öffentlichen Bediensteten unterliegen Tarifverträgen zwischen den Gewerkschaften und den öffentlichen Arbeitgebern. Im Gegensatz zu öffentlichen Bediensteten dürfen Beamte nicht streiken. Forscher an einer Universität, Doktoranden und Postdocs werden in der Regel nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Bundesländer (TV-L) für die Lohngruppe 13 bezahlt. Innerhalb dieser Gruppe gibt es unterschiedliche Erfahrungsstufen, die von der Anzahl der Forschung oder jahre im Beruf abhängen. Professoren und Juniorprofessoren hingegen verdienen Gehälter auf der Grundlage der W-Gehaltsskala. Diese setzt sich aus ihrem Grundgehalt, einer Familienbeihilfe und zusätzlichen Leistungszulagen zusammen. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt der Sozialpädagogen liegt bei rund 2.300 Euro. Das Einkommen steigt mit zunehmender Berufserfahrung – vor allem, wenn der Mitarbeiter sich weiterbildet, da dies seine Verhandlungsposition bei Gehaltsverhandlungen deutlich stärkt. In der Regel zahlen öffentliche und kirchliche Arbeitgeber etwas weniger als private Anbieter.

Die Größe des Arbeitgebers hat auch einen erheblichen Einfluss darauf, wie viel Sozialpädagogen verdienen. Es gilt: Je größer das Unternehmen, desto höher das Gehalt. Da der Bund nicht befugt ist, die Bezüge von Beamten in den Ländern und Kommunen zu erlassen, gibt es in der Bundesrepublik Deutschland kein einheitliches Vergütungssystem für Beamte auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene.

This entry was posted in Geen categorie. Bookmark the permalink.